Was ist das für eine Flüssigkeit auf meinem Tattoo? Plasma erklärt

Ein frisches Tattoo ist nicht nur ein Motiv auf der Haut, sondern auch eine kontrollierte Verletzung der Haut, die richtig heilen muss. Die Pflege in den ersten Tagen beeinflusst nicht nur das Aussehen des Tattoos, sondern auch das Risiko für Komplikationen wie Infektionen, Reizungen, Narbenbildung oder verblassende Farben

Was ist Plasma?

Plasma ist eine klare, manchmal leicht gelbliche Flüssigkeit, die nach dem Tätowieren austreten kann. Es ist weder Tattoo-Farbe noch automatisch Eiter. Ein frisches Tattoo ist eine Wunde – diese Flüssigkeit gehört häufig zur normalen Heilungsreaktion des Körpers und kann sich mit kleinen Mengen Blut und überschüssiger Farbe vermischen.

Warum du es sanft abspülen solltest

Wenn Plasma eintrocknet, kann eine klebrige Kruste entstehen. Das macht die Heilung unangenehmer und kann stärkere Krusten begünstigen. Halte dich zuerst an die Anweisung deines Tätowierers zur Folie – die richtige Dauer hängt von der verwendeten Abdeckung ab.

Was du in Woche 2 bis 4 beachten solltest

In der zweiten, dritten und vierten Woche solltest du die sanfte Reinigung und regelmäßige Feuchtigkeitspflege fortsetzen. In dieser Phase ist es besonders wichtig, Krusten nicht abzukratzen und die Haut nicht zu kratzen, selbst wenn sie stark juckt. Das kann die Heilung verschlechtern, das Motiv beeinträchtigen und das Risiko für Entzündungen erhöhen.

Außerdem solltest du direkte Sonne vermeiden und das Tattoo nicht längere Zeit im Wasser einweichen. Auf Vollbäder, Schwimmbäder, Whirlpools und langes Einweichen solltest du verzichten, bis das Tattoo vollständig verheilt ist.

Sauber halten, schön verheilen lassen

Dein Artist hat seinen Teil im Studio gemacht. Dein Teil ist einfach: sanft reinigen, sparsam pflegen und der Haut Zeit geben. Ein wenig Plasma bedeutet meistens nur, dass dein Körper seine Arbeit macht.

Wann du einen Arzt aufsuchen solltest

Auch wenn das Tattoo in einem sauberen Studio von einem erfahrenen Tätowierer gestochen wurde, besteht immer ein gewisses Infektionsrisiko. Warnzeichen sind stärker werdende Schmerzen, zunehmende Rötung oder Schwellung, Pusteln oder Knötchen auf der Haut, Fieber, Schüttelfrost oder ein allgemeines Krankheitsgefühl. Wenn die Beschwerden nicht besser, sondern schlimmer werden, solltest du ärztlichen Rat einholen.

So bleibt dein Tattoo nach der Heilung länger kräftig

Auch nach der Heilung endet die Pflege nicht. Wenn tätowierte Haut trocken wird, ist eine Feuchtigkeitscreme oder Lotion auf Wasserbasis eine gute Wahl. Damit die Farben länger schön bleiben, ist Sonnenschutz besonders wichtig. Auf verheilter Haut empfiehlt sich ein wasserfester Breitband-Sonnenschutz mit LSF 30 oder höher. Solarien und UV-Lampen können das Verblassen der Farben beschleunigen und die Haut zusätzlich belasten.

Kann ich mein Tattoo nass machen?

Ja. Du kannst und solltest es vorsichtig mit warmem Wasser reinigen. Es sollte aber nicht lange in der Badewanne, im Pool oder in heißem Wasser eingeweicht werden.

Darf ich kratzen, wenn das Tattoo juckt?

Nein. Juckreiz ist während der Heilung häufig normal, aber Kratzen oder das Entfernen von Krusten kann die Haut und das Tattoo beschädigen.

Kann ich Vaseline verwenden?

Für ein frisches Tattoo ist das meist nicht die beste Wahl. Besser ist eine einfache Feuchtigkeitscreme oder ein Produkt, das dir dein Tätowierer empfohlen hat.

Wann darf das Tattoo wieder in die Sonne?

Solange das Tattoo noch nicht verheilt ist, solltest du direkte Sonne möglichst vermeiden. Nach der Heilung ist ein Sonnenschutz mit LSF 30 oder höher sinnvoll.

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